Essbare Algen

Furikake selber machen: Rezept, Zutaten, Verwendung

Was Furikake ist, wie du es mit Nori, Sesam und Salz selbst machst (Rezept), fertig kaufst und im Alltag verwendest, von Reis bis Popcorn.

  • 10 Minuten
  • 4 Portionen
Furikake-Gewürzmischung in kleiner Schale, über weißen Reis gestreut

Was ist Furikake?

Furikake ist eine japanische Streuwürze, gedacht für warmen Reis und andere Reis-Basis-Gerichte. Statt einer einzelnen Zutat handelt es sich immer um eine Mischung, meist trocken, knusprig und kräftig gewürzt, mit Umami als roter Faden.

Der Name kommt vom japanischen Verb furikakeru, „darüberstreuen“, und beschreibt damit ziemlich genau die Verwendung: Ein bis zwei Löffel über den fertigen Reis, fertig ist der letzte Schliff für ein sonst einfaches Gericht.

Klassische Varianten

Die genaue Rezeptur unterscheidet sich von Marke zu Marke, ein paar Zutaten tauchen aber immer wieder auf: geröstete Nori-Flocken für die Meeres-Umami-Note, gerösteter Sesam für Nussigkeit und Biss, Salz als Basis, dazu optional etwas Zucker für eine leichte Süße im Hintergrund.

Klassisches, traditionelles Furikake enthält außerdem häufig Katsuobushi, hauchdünn gehobelte, getrocknete und fermentierte Bonito-Flocken. Sie bringen zusätzliches Umami und eine rauchige Tiefe, machen die Mischung aber nicht vegan. Eine weitere verbreitete Zutat ist Shiso, ein japanisches Kraut aus der Familie der Lippenblütler, das getrocknet und zerkleinert eine leicht minzig-anisartige Frische beisteuert, oft in der roten (Aka-Shiso) oder grünen Variante.

Furikake selber machen

Für eine vegane Grundvariante brauchst du kaum mehr als das, was du wahrscheinlich schon zu Hause hast, wenn du gelegentlich mit Nori kochst.

Zutaten

  • 2 Blätter Nori
  • 4 EL gerösteter Sesam
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Zucker (optional)
  • 1 TL Chiliflocken (optional)

Zubereitung

  1. Nori rösten: Nori-Blätter in einer trockenen Pfanne bei mittlerer Hitze kurz rösten, bis sie knusprig sind.
  2. Nori zerkleinern: Geröstete Blätter zerkrümeln oder im Mixer grob zerkleinern.
  3. Mischen: Mit dem gerösteten Sesam und dem Salz vermischen, nach Belieben Zucker und Chiliflocken untermischen.
  4. Aufbewahren: In einem luftdichten Behälter aufbewahren, kühl und trocken hält sich die Mischung etwa 2 Wochen.

Das Rösten der Nori-Blätter ist der einzige Schritt, bei dem etwas Aufmerksamkeit nötig ist: Zu lange in der Pfanne, und die Blätter werden bitter statt nur knusprig. Ein bis zwei Minuten bei mittlerer Hitze, unter ständigem Wenden, reichen normalerweise aus.

Wer eine Version näher am Original möchte, gibt zusätzlich eine Handvoll Katsuobushi mit in die Mischung, dann ist das Ergebnis allerdings nicht mehr vegan. Getrocknetes, zerriebenes Shiso passt ebenfalls gut dazu und lässt sich in kleinen Mengen in Asia-Läden oder online finden.

Verwendungsideen

Am naheliegendsten ist warmer Reis, aber Furikake kann mehr: Auf Onigiri sorgt es für zusätzliche Würze auf der Außenseite, in Ramen gestreut ergänzt es die Brühe um eine knusprige Komponente. Über Rührei oder ein Spiegelei gestreut ersetzt es fast ein separates Würzen mit Salz und Pfeffer.

Etwas ungewöhnlicher, aber einen Versuch wert: Furikake über frisch gepopptes Popcorn, wo die salzig-umami Würze einen interessanten Kontrast zur sonst eher süßen oder schlicht salzigen Standardwürzung bildet. Auch auf Avocadobrot macht sich eine Prise gut, als Ersatz für die übliche Kombination aus Salz und Chiliflocken.

Furikake kaufen

Wer nicht selbst mischen möchte, findet fertiges Furikake unter anderem beim Algenladen, dort als BIO-Eigenmarke (Bezugsquelle am Ende dieser Seite). Auch Anbieter wie Greenist oder TerraSana führen Furikake im Sortiment, wir verlinken diese Quellen aktuell aber noch nicht.

Beim Kauf lohnt ein Blick auf die Zutatenliste: Enthält die Mischung Katsuobushi, ist sie nicht vegan, das steht aber in der Regel klar auf der Verpackung. Für eine rein pflanzliche Variante achte gezielt auf entsprechend gekennzeichnete Produkte.

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Häufige Fragen

Ist Furikake vegan?

Nicht immer. Klassisches japanisches Furikake enthält häufig Katsuobushi, getrocknete Bonito-Flocken, und ist dadurch nicht vegan. Vegane Varianten verzichten auf Fischanteile und bestehen stattdessen aus Nori, Sesam, Salz und optional Shiso oder Chili.

Wie lange ist selbstgemachtes Furikake haltbar?

Luftdicht verschlossen und trocken gelagert hält sich selbstgemachtes Furikake etwa 2 Wochen. Feuchtigkeit lässt die gerösteten Zutaten schneller an Aroma und Knusprigkeit verlieren.

Worin unterscheidet sich Furikake von reinem Sesamsalz (Gomashio)?

Gomashio besteht nur aus geröstetem Sesam und Salz. Furikake ist breiter gemischt und enthält fast immer einen Algenanteil, meist Nori, dazu je nach Rezept weitere Zutaten wie Bonito-Flocken, Zucker oder Shiso.

Wofür kann ich Furikake außer auf Reis verwenden?

Furikake passt auf Onigiri, in Ramen, über Rührei oder Spiegelei, auf Avocadobrot und, etwas ungewöhnlicher, über frisch gepopptes Popcorn, wo die salzig-umami Note einen interessanten Kontrast zur süßen Note ergibt.

Lena Koopmann

Veröffentlicht am